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"Im Clinch mit einem gewieften Saboteur"

News vom 23.10.2018

"Der erste Band der neuen Gesamtausgabe Hannah Arendts liegt nun endlich vor. Er präsentiert Entwürfe zu einem Buch über Karl Marx, das die Philosophin nicht zu Ende brachte. Die Gründe dafür sind aufschlussreich.

Es gibt etwas zu feiern, denn nach jahrelangem Hickhack ist der erste Band der neuen Gesamtausgabe der Schriften Hannah Arendts erschienen. Er umfasst fast tausend Seiten, gewährt den Lesern den Genuss zahlloser Geistesblitze, ist mit großer Sorgfalt ediert und überdies erstaunlich preiswert. Man muss es einmal sagen dürfen: Solche Gesamtausgaben gleichen oft üppig ausgestatteten Begräbnissen, bei denen sich wenige Aufrechte um die Überreste eines verdienten Denkers scharen. In philosophischer Verwandtschaft zu Arendt trifft man etwa auf die Werkausgaben von Eugen Fink (30 Bände) oder von Arendts Lehrer Karl Jaspers (50 Bände). Im Vergleich hierzu ist die Arendt-Ausgabe mit siebzehn geplanten Bänden bescheidener – und ungleich wichtiger. Denn nicht nur stoßen Hannah Arendts Schriften heute weltweit auf enormes Interesse, dazu kommt noch, dass einige ihrer wichtigsten Texte bislang nur in mediokren Ausgaben zugänglich sind. […]"

Dieter Thomä in der FAZ vom 14.10.2018

Link zur vollständigen Rezension (paywall): siehe unten.

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