"... einzigartige, äußerst erhellende Einblicke in die Wege, Umwege und Seitenpfade"

Winfried Thaa rezensiert "The Modern Challenge to Tradition" für die Politische Vierteljahreszeitschrift.

News vom 02.10.2019

Aus dem Rezensionstext:

"Die Texte des vorliegenden Bandes sind chronologisch geordnet und durch drei inhaltliche Überschriften untergliedert: „The Great Tradition“, „The Modern Challenge to Tradition“ und „Eine Art Buch – A Book That Can’t Be Written“. Die einzelnen Texte, darunter Entwürfe, Notizen, mehrfach geänderte Vortragsmanuskripte, sind ausführlich kommentiert und einschließlich der von Arendt benutzten Quellen minutiös erschlossen. Bei der Zuordnung der im Nachlass vorgefundenen Manuskriptseiten musste das Herausgeberteam offensichtlich akribische, die Identifikation verschiedener Schreibmaschinen Arendts  einschließende Detektivarbeit leisten. Arendt  scheint viele ihrer Aufsätze und Vorträge aus früheren Texten und Entwürfen montiert zu haben. „Copy and Paste“ avant la lettre, in Handarbeit sozusagen. Die genaue Rekonstruktion ihres Vorgehens durch die Herausgeber ist zum Teil so komplex, dass der Leser des mehr als 200 Seiten umfassenden Kommentarteils immer wieder mit Schwindel zu kämpfen hat. Man muss jedoch diese bewundernswerte philologische Leistung nicht in allen Details nachvollziehen, um aus den Texten tiefere Einblicke in Arendts  Denken und dessen Entwicklung zu Beginn der 1950er-Jahre gewinnen zu können." 

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Schlagwörter

  • Arendt
  • Band 6
  • Marx
  • Rezension
  • The Modern Challenge to Tradition
  • Winfried Thaa